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Von einer Stuhlinkontinenz spricht man, wenn die Fähigkeit verloren geht, den Stuhlgang zu kontrollieren. Hiervon sind ganz unterschiedliche Menschen betroffen, z. B. Frauen, die mehrfach geboren haben, Patienten nach Krebsoperationen und viele ältere Menschen.
Man unterscheidet verschiedene Arten der Stuhlinkontinenz: Grad 1: Leichte Form – unkontrollierter Abgang von Winden/leichte Verschmutzung der Wäsche (Stuhlschmiere). Grad 2: Mittlere Form – unkontrollierter Abgang von dünnflüssigem Stuhl/unkontrollierbarer Abgang von Winden/gelegentlich unkontrollierter Stuhlabgang. Grad 3: Schwere Form – Stuhle und Winde gehen vollständig unkontrolliert ab. Mögliche Ursachen der Stuhlinkontinenz - Schädigung des Schließmuskels oder der Analhaut
- Beckenbodeninsuffizienz
- Formen der Beckenbodeninsuffizienz
- Rektozele
- Cul-de-Sac-Syndrom
- Verstopfung/Darmmotilitätsstörungen
Schädigung des Schließmuskels oder der Analhaut Die häufigsten Ursachen, die zu einer Stuhlinkontinenz führen, sind Vorfälle des Enddarms oder des Anus. Die sensible Analhaut tritt durch den Analkanal hervor, und Teile des Schließmuskels werden nach außen verlagert. So kommt es zu Stuhlschmiere, Stuhlabgang oder dem unwillkürlichen Abgang von Winden.
Bei Frauen führen häufig Verletzungen durch eine Geburt, wie Dammriss oder Dammschnitt, zur Stuhlinkontinenz. Diese Verletzungen führen nicht automatisch zur Inkontinenz. Probleme entstehen, wenn diese Verletzungen nicht erkannt werden und dann im Alter, durch nachlassende Gewebeelastizität, hervortreten.
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