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Ulcus Cruris 

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"Offenes Bein"

Das Ulcus cruris venosum ist ein venöses Beingeschwür (allgemein auch „offenes Bein“ genannt), das sich aufgrund einer chronischen Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz = CVI) am Unterschenkel ausbildet. Das durch eine schlechte Stoffwechselsituation (trophisch) gestörte Gewebe bildet einen Defekt aus, der von der Lederhaut bis zur Unterhaut reicht. Eine Minderversorgung des Bindegewebes führt zu einer Wunde, die schlecht abheilt und eine aufwendige Therapie erfordert. Heilt ein Ulcus Cruris venosum innerhalb eines Jahres nicht ab, wird es als therapieresistent eingestuft.

Verschiedene Krankheitsbilder fördern die Entstehung der chronisch venösen Insuffizienz, beispielsweise Krampfaderleiden (Varikosis), Thrombose der tiefen Beinvenen (Phlebothrombose), oberflächliche Thrombophlebitis oder ein akutes Trauma, das sowohl die oberflächlichen als auch die tiefen Venen schädigen kann. Zusätzlich negativ beeinflussende Faktoren sind stehende oder sitzende berufliche Tätigkeiten, Bewegungsmangel, hormonelle Einflüsse wie z.B. Schwangerschaft/Pille, einengende Kleidung und Übergewicht.

Ca. 80% aller Beingeschwüre sind venösen Ursprungs. Etwa 10 % entstehen durch arterielle Durchblutungsstörungen. Daneben gibt es noch andere Formen: Ulcus cruris mixtum (venösen und arteriellen Ursprungs), Ulcus cruris traumaticum (durch Gewalteinwirkung/Verletzung), Ulcus cruris bei Hautkrankheiten (Dermatosen), Ulcus cruris infectiosum, Ulcus cruris neoplasticum (maligner Tumor), neurogenes Ulcus cruris und genetische Defekte.

Die 2003 veröffentlichte „Bonner Venenstudie“ der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie gibt die Anzahl der von einem Ulcus cruris in Deutschland betroffenen Menschen mit 80.000 an.

Um die Ursache eines Unterschenkelgeschwürs zu ermitteln, ist es notwendig, die zugrunde liegende Erkrankung zu kennen. Abhängig von der Krankengeschichte des Patienten und dem Zustand der Wunde sind unterschiedliche Behandlungskonzepte erforderlich. Zusätzlich sollten beeinflussende Faktoren berücksichtigt werden, die sich positiv und negativ auf den Wundheilungsprozess auswirken können.

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