Geschichten, die Mut machen...

Lesen Sie die Geschichten von Laura und Louisa, die beide die Ernährungstherapie in ihr Leben integriert haben. 

Lauras Geschichte zur parenteralen Ernährung Laura, 10 Jahre "Ich bin was ganz Besonderes!" Lauras Geschichte

Schon in Mamas Bauch habe ich für Action gesorgt – frühzeitige Wehen hielten meine Mutti viele Wochen im Krankenhaus. Während meiner Geburt gab es Komplikationen und ich wurde per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt. Auch danach wollte keine Ruhe einkehren; ich tolerierte keine Nahrung und hatte Probleme mit meinem Darm. Es gab viele Bauchoperationen und seit meiner zweiten Lebenswoche habe ich ein Ileostoma.

Bei Untersuchungen wurde schließlich festgestellt, dass ich ein chronisches intestinales Pseudoobstruktionssyndrom (CIPOS) habe, und das bedeutet in meinem Fall eine unkoordinierbare Darmtätigkeit. Weil mein Darm nicht alle Nährstoffe aufnimmt, werde ich über meinen zentralen Venenkatheter mit Infusionen künstlich ernährt.

Ich gehe in eine Schule für körperbehinderte Kinder und bin heute in der dritten Klasse. Ich habe viele Freunde, die mich so mögen, wie ich bin. Ich habe das Inlineskaten für mich entdeckt und fahre gerne mit meinen Freunden um die Wette! Außerdem fahre ich gerne Fahrrad und erobere das Klettergerüst.

Das Stoma stellt kein Hindernis für mich dar. Es gehört zu mir wie meine Arme und Beine. Es dient einfach als Entlastung für meinen kranken Bauch. Mit der Infusion ist es da schon schwieriger, aber trotzdem kann ich sagen: Ich bin so froh, denn ich LEBE!

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Louisas Geschichte zur künstlichen Ernährung Louisa, 10 Jahre "Sei einfach du selbst!" Louisas Geschichte

Alles begann damit, dass ich häufig unter Bauchschmerzen und starkem Durchfall litt. Nach einer Magen- und Darmspiegelung kam die Diagnose: Morbus Crohn. Das musste ich erst einmal verstehen, denn ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde.

Als es mir sehr schlecht ging, habe ich mich zusammen mit meinen Eltern – als Alternative zu einer strengen Diät mit spezieller Trinknahrung – für eine künstliche Ernährung über eine PEG-Sonde (Ernährungssonde) entschieden. So lief die nötig gewordene Spezialnahrung über eine Pumpe direkt in meinen Magen. Das war praktisch. Ich bekam einen tollen Rucksack für die Pumpe und konnte alles mit zur Schule nehmen. Meine Mama und ich besuchten am Anfang gemeinsam meine Klasse und haben den Mitschülern erklärt, was es mit der Pumpe auf sich hat. Alle waren sehr lieb und rücksichtsvoll, sodass der Schulbesuch kein Problem darstellte.

Heute brauche ich die Sondennahrung nur noch nachts. Tagsüber darf ich essen und trinken, was ich möchte. Meine Freunde behandeln mich wie vorher. Ich bin ich selbst, habe Spaß am Lernen und Spielen. Außerdem singe ich gerne. Ich mache alles, was die anderen auch tun und kann nur sagen: Ich bin ein ganz normales Mädchen, das Spaß am Leben hat.

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