Aktiv im Leben mit Stuhlinkontinenz

Wussten Sie, dass in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen von einer Darmschwäche betroffen sind? Die Betroffenen können den Vorgang der Stuhlausscheidung nicht mehr vollständig bewusst steuern. Es kommt zu ungewolltem Entweichen von Gas, flüssigem oder festem Stuhl. 

Vielen Betroffenen fällt es schwer, offen über das Thema zu reden. Dabei ist es wichtig, sich Hilfe zu holen, um sich von dieser Erkrankung nicht einschränken zu lassen. Wir von SIEWA möchten Sie dabei unterstützen. Erfahren Sie mehr zum Thema Darminkontinenz und mit welchen Versorgungsmöglichkeiten Sie Ihr Leben weiterhin aktiv und selbstbestimmt genießen können. 

Hilfreiche Informationen

Mögliche Ursachen Die Ursachen einer Stuhlinkontinenz können vielfältig sein. Menschen jeden Alters sind davon betroffen. Häufigste Ursachen von Stuhlinkontinenz

Zu den häufigsten Darmproblemen gehören:

  • Stuhlinkontinenz – Zeitpunkt der Stuhlentleerung kann nicht kontrolliert werden
  • Verstopfung („Obstipation“) – erschwerte oder seltene Darmentleerungen (weniger als dreimal die Woche)
  • Kombination aus Verstopfungen und Durchfällen –  durch den fest sitzenden Stuhl entsteht eine Blockade, an der nur wässriger Stuhlgang passieren kann 


Anzeichen einer Stuhlinkontinenz können u. a. sein:

  • Plötzlich eintretender Stuhldrang – Zeitpunkt des Stuhlgangs kann nicht kontrolliert werden (Dranginkontinenz)
  • Starker Abgang von Winden, ohne es zu merken
  • Wiederkehrende leichte Flecken in der Unterwäsche, Stuhlschmieren


Anzeichen einer Verstopfung können u. a. sein:

  • Unfähigkeit zum Stuhlgang
  • Blähungen
  • Unbehagen
  • Starke Bauchschmerzen


Wer kann stuhlinkontinent werden?

Frauen, die vaginal entbunden haben, ältere Menschen und Personen nach einem Trauma, wie z. B. Unfall, Schlaganfall oder einem chirurgischen Eingriff.


Einige Ursachen für Stuhlinkontinenz

Neurologische Störungen:

Botschaften des Darms über den Füllzustand werden vom Gehirn nicht vollständig verarbeitet. Erkrankungen sind z. B. Schlaganfall, Alzheimer, Multiple Sklerose oder Gehirntumor. Zu einer vollständigen Unterbrechung der Impulsüberleitung kommt es durch Rückenmarksverletzungen wie Querschnittlähmung und Spina bifida (Spaltbildung an der unteren Wirbelsäule).


Sensorische Störung:

Sensible Wahrnehmung der Schleimhaut des Analkanals ist gestört. Dies tritt bei Komplikationen nach rektalen Operationen, Dickdarmentzündungen, Durchfällen, Rektumprolaps oder infolge einer operativen Korrektur bei angeborenem Fehlen der Analöffnung (Analatresie) auf. 


Muskuläre Störung:

Schädigung des Analsphinkters; die sensible Wahrnehmung durch die Analkanal-Schleimhaut ist intakt. Häufigste Ursache für die Schädigung des Schließmuskelapparates ist die vaginale Entbindung mit Verletzung des Schließmuskels (Dammriss). Aber auch unzureichende Funktionsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur, Schädigung des Schließmuskels durch äußere Verletzungen, Tumoren sowie Überdehnung bei Verstopfung oder Beckenbodensenkung können Ursachen sein.


Störung der rektalen Speicherfunktion:

Störung der Speicherfunktion der Rektumampulle, wie z. B. nach Operationen bei Tumorentfernung, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).


Psychische Störungen:

Psychosen, Depressionen, Persönlichkeitsverluste


Nachlassen der Gewebeelastizität:

Häufig im höheren Alter und nach Geburten


Medikamente:

Abführmittel, Antidepressiva, Parkinson-Medikamente, Schmerzmittel


Weitere Ursachen:

Hämorrhoiden, Rektumprolaps 


Um die Form der Stuhlinkontinenz zu benennen und eine gezielte Therapie und Hilfsmittelversorgung zu beginnen, ist ein Besuch bei einem Facharzt anzuraten. Nur so kann die passende Therapie und Hilfsmittelversorgung für Sie ausgewählt werden. 

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Verschiedene Arten Bei der Stuhlinkontinenz werden drei verschiedene Arten unterschieden. 3 Arten der Stuhlinkontinenz

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft unterteilt die Stuhlinkontinenz in 3 Arten:   

 

Grad 1:

Häufige Wäscheverschmutzung oder unkontrolliertes Entweichen von Darmgasen

 

Grad 2:

Häufige Wäscheverschmutzung oder unkontrolliertes Entweichen von Darmgasen und Verlust von flüssigem Stuhl

 

Grad 3: 

Vollständig unkontrollierter Abgang von Stuhl und Darmgasen

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Verstopfung kann Stuhlinkontinenz begünstigen Darmträgheit und Verstopfungen führen häufig zur Stuhlinkontinenz. Erfahren Sie mehr...

Durch die Überfüllung des Dickdarms mit Stuhlgang kann keine Flüssigkeit durch den Darm aufgenommen werden. Es kommt zu dünnflüssigem Stuhlschmieren und unbemerktem Abgang kleiner Stuhlmengen nach dem Stuhlgang. 

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Psychosoziale Aspekte Von Stuhlinkontinenz sind vor allem ältere Menschen betroffen. Aber es gibt auch junge Menschen, die darunter leiden. Lesen Sie mehr!

Harninkontinenz ist ein gesellschaftlich eher akzeptiertes Thema. So werden z. B. die Hilfsmittel viel offener beworben. Bei Stuhlinkontinenz ist diese Tendenz noch nicht zu sehen. Stuhlinkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema. Der unkontrollierte Abgang von Stuhlgang und die damit verbundenen Gerüche sind für alle Beteiligten äußerst peinlich. 

Wird jemand inkontinent, so verändert sich sein Leben dramatisch. Gefühle wie Peinlichkeit oder Scham führen dazu, dass die Krankheit oft so lange wie möglich verschwiegen wird. Viele Patienten vertrauen sich nicht einmal einem Arzt an. Man kann deshalb von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. 


Damit die Inkontinenz akzeptiert wird, spielen diese Aspekte eine große Rolle: 

  • Frühes Abklären von Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten durch den Facharzt
  • Information über geeignete Hilfsmittel zur Inkontinenzversorgung
  • Gute Vorbereitung von Reisen und Freizeitaktivitäten
  • Unterstützende Angebote nutzen und Austausch mit Gleichgesinnten (Selbsthilfegruppen) 

Benötigen Sie Beratung bei der Auswahl des richtigen Hilfsmittels zur Inkontinenz? Sprechen Sie uns an! 

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Die Diagnose ist der erste Schritt Mit der Diagnose wird festgestellt, welche Ursachen die Stuhlinkontinenz oder Darmschwäche hat. Die Diagnose ist wichtig für die richtige Therapie. Wichtigste Diagnosekriterien
Zu Beginn führt der Arzt ein ausführliches Diagnosegespräch mit den Betroffenen (Anamnese). Hierbei wird die Krankengeschichte nach einigen Gesichtspunkten befragt. 


Wichtige Diagnosekriterien sind:

  • Beginn der Beschwerden
  • Häufigkeit des Stuhlgangs
  • Konsistenz und Form des Stuhls
  • Fähigkeit, den Stuhlgang zu verzögern
  • Art und Umstand des ungewollten Stuhlverlustes
  • Vorausgegangene Behandlungen und Operationen
  • Chronische Erkrankungen
  • Bei Frauen: Art und Umstand von Geburten

Zur Basisdiagnostik gehört neben der Sichtung auch die Austastung mit dem Finger (Palpation).

Zur weiteren Diagnostik können Untersuchungen notwendig sein, wie z. B. Spiegelung des Mastdarms (Koloskopie), des Enddarms (Rektoskopie) und des Analkanals (Proktoskopie), Ultraschall des Schließmuskels (Endosonographie) und neurophysiologische Untersuchungen. 

Die Behandlung der Stuhlinkontinenz richtet sich nach der Grunderkrankung. 

Je nach Ursache der Stuhlinkontinenz werden konservative und operative Therapieverfahren angewendet.

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Therapie bei Stuhlinkontinenz Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Stuhlinkontinenz. Zunächst werden in der Regel nicht-operative Methoden eingesetzt. Mehr zur Therapie der Stuhlinkontinenz

Zur konservativen Therapie gehören Beckenbodentraining, Biofeedback-Training, Verfestigung oder Verdünnung des Stuhls, Training der Stuhlgewohnheiten und Medikamente. Auch die Versorgung mit Hilfsmitteln zur Inkontinenzversorgung gehört dazu.

Bringen diese Maßnahmen keinen Erfolg oder liegt bereits eine schwere Stuhlinkontinenz vor, helfen häufig nur operative Maßnahmen. 

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Hilfsmittel bei Stuhlinkontinenz

Darmschwäche – wählen Sie das richtige Hilfsmittel Darmschwäche – wählen Sie das richtige Hilfsmittel Der Markt bietet eine Vielzahl von Hilfsmitteln zur Inkontinenzversorgung. Sie geben den Betroffenen einen Teil der Lebensqualität zurück und ermöglichen es, ein fast ganz normales Leben zu führen. Hilfsmittel richtig auswählen

Kriterien für die Auswahl der Hilfsmittel zur Inkontinenzversorgung:

  • Wie viel Sicherheit wird benötigt?
  • Welche Menge und welche Beschaffenheit hat die Ausscheidung?
  • Wann tritt die Inkontinenz auf (z. B. nur in der Nacht)?
  • Wie ist die Mobilität des Betroffenen?
  • Ist der Betroffene geistig und körperlich in der Lage, die Inkontinenzversorgung selbst vorzunehmen?


Inkontinenzhilfsmittel

  • Inkontinenzvorlagen und -einlagen sind eine Möglichkeit, weiterhin soziale Aktivitäten zu ermöglichen. 
  • Eine Möglichkeit des Darmmanagements bietet die anale Irrigation. Die anale Irrigation ist ein Komplettsystem, welches Anwendern und Pflegekräften ein kontrolliertes Darmmanagement ermöglicht.
  • Der Anal-Tampon ist ein sicheres und diskretes Hilfsmittel bei Stuhlinkontinenz. Ein Anal-Tampon dient als Barriere für festen Stuhl und ermöglicht somit eine Kontinenz.
  • Fäkalkollektoren (Klebebeutel) eignet sich für immobile Patienten, bei denen die Stuhlausscheidung nicht auf die Haut kommen soll (z. B. bei Dekubitus).

Betroffene sollten nicht zögern, ihren Arzt auf ihre Beschwerden anzusprechen. Inkontinenz ist ein Gesundheitsproblem wie viele andere auch. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weiter Unterstützung benötigen. 

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Erfahren Sie mehr zur Analen Irrigation Anale Irrigation Es gibt leicht anzuwendende und diskrete Irrigationssysteme. Die transanale Irrigation hat sich im Management der neurogenen Darmfunktionsstörungen etabliert. Das Komplettsystem ermöglicht eine selbstbestimmte, sanfte Entleerung. Mehr zur Analen Irrigation

Wie funktioniert es?

Mit dem Irrigationssystem entleeren Sie den Darm, indem Sie über einen Rektalkatheter lauwarmes Wasser in den Darm spülen. Dabei sitzen Sie auf der Toilette. Das Wasser löst den Entleerungsreflex aus; der Darm entleert sich innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Der untere Darmabschnitt wird dabei so wirksam entleert, dass die meisten Anwender nur alle zwei Tage irrigieren müssen. Sie können wieder Freunde treffen, arbeiten gehen und ihren Hobbies nachgehen. 


Vorteile der analen Irrigation:

  • Beugt bis zu zwei Tagen Stuhlinkontinenz und Verstopfungen vor
  • Zeitpunkt der Stuhlentleerung kann individuell entschieden werden
  • Kein Gewöhnungseffekt
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Reduzierung von Hautreizungen, Harnwegsinfekten und Blähungen

Die anale Irrigation stellt eine Alternative zu anderen Methoden der Darmentleerung dar, da dafür ausschließlich Wasser und keine medikamentösen Zusätze benötigt werden. Die Anwendung erfolgt selbstständig und ohne fremde Hilfe. Sie entscheiden selbst, wann und wo Sie Ihren Darm entleeren möchten. 

Die anale Irrigation stellt eine Alternative zu anderen Methoden der Darmentleerung dar
Anwendungsgebiete für anale Irrigation

Die anale Irrigation wird für diese Krankheitsbilder empfohlen:

  • Darmentleerungsstörungen
  • Störung der Transportfunktion
  • Stuhlinkontinenz
  • Akute oder chronische Verstopfung des Darms infolge einer Entleerungs- oder Transportstörung


Wichtig zu wissen:

Die anale Irrigation darf nur auf Anordnung des Arztes und nach praktischer Anleitung durch qualifiziertes Fachpersonal durchgeführt werden! Zu beachten sind auch die weiteren Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen beim Einsatz der analen Irrigation in der Gebrauchsanweisung. Die Anleitung zur analen Irrigation ist sehr individuell. Manchmal sind mehrere Anleitungen notwendig und es dauert eine gewisse Zeit, bis es klappt.

Wenn alle Voraussetzungen für die erfolgreiche Anwendung der analen Irrigation vorliegen, stellt der Arzt ein Rezept aus. Wir von SIEWA unterstützen Sie bei der individuellen Einstellung des Irrigationssystems auf Ihre Anforderungen und bei der praktischen Anwendung. Vereinbaren Sie jetzt gleich einen Beratungstermin! 

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Erfahren Sie mehr über Anal-Tampons Anal-Tampons Anal-Tampons sollen den unkontrollierten Verlust von festem Stuhl verhindern. Sie bestehen aus weichem, hautverträglichem Schaum-stoff. Sehr einfach anzuwendende Anal-Tampons sind mit einer wasser-löslichen Schutzfolie umwickelt. Erfahren Sie mehr über Anal-Tampons

Mehr über Anal-Tampons:

Die Schutzfolie komprimiert den Tampon, sodass er leichter einzuführen ist. Die Schutzfolie löst sich nach dem Einführen rückstandslos auf. Der Tampon kann sich danach optimal ausdehnen und den anatomischen Gegebenheiten anpassen.Je nach Hersteller halten Anal-Tampons festen Stuhl bis zu 12 Stunden lang sicher zurück. In verschiedenen Größen sind sie sowohl für Kinder als auch für Erwachsene erhältlich. 

Erfahren Sie mehr über Anal-Tampons
Aktiv Leben trotz Darmschwäche 

Anal-Tampons haben einige Vorteile. Sie helfen dabei, trotz Darmschwäche so schnell wie möglich wieder in den gewohnten Alltag zurückzukehren.

 

Anal-Tampons sind sicher

  • Unkontrollierter Verlust von festem Stuhl wird vollständig verhindert
  • Darmgase können durch feine Kapillaren sicher entweichen
  • Risiko eines Dekubitus wird reduziert
  • Verringerung von Hautirritationen

 

Anal-Tampons sind diskret

  • Unangenehme Gerüche werden verhindert
  • Nicht sichtbar
  • Bewegungsfreiheit – auch bei sportlichen Aktivitäten

 

Einfache Anwendung

  • Durch die komprimierte Form wie ein Zäpfchen einzuführen
  • Rückstandsfreie Auflösung der Folie
  • Vollständige Entfaltung des Tampons im Darm
  • Angenehm weich und flexibel in der Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten
  • Einfaches Entfernen mit einem weichen Rückholband nach maximal 12 Stunden

 

Einsatzgebiete

  • Altersbedingte Erschlaffung der Analmuskulatur
  • Verletzung des Schließmuskels
  • Stuhlinkontinenz ohne erkennbare Ursachen
  • Bei gelegentlichem Stuhlschmieren
  • Schlaganfall, Wachkoma
  • Multiple Sklerose
  • Querschnittlähmung
  • Spina bifida

 

Unser Tipp zur Anwendung von Anal-Tampons
Jeder Mensch hat eine individuelle Stuhlentleerungszeit. In der Regel ist dies 30 Minuten nach dem Frühstück. Führen Sie den Tampon direkt nach dieser Entleerung ein.

Möchten Sie mehr über die Versorgung mit Anal-Tampons wissen? Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie ganz einfach einen Beratungstermin. 

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SIEWA erhält das Siegel!

Wir stehen damit für eine qualitativ hochwertige Anleitung und Beratung unserer Patienten mit analer Irrigation.

Coloplast Händlersiegel Peristeen 2016 Um Patienten über besonders qualifizierte Versorger zu informieren, hat sich Coloplast dazu entschieden, ein Siegel an solche Händler/(Nach-) Versorger zu vergeben, die Patienten eine qualitativ hochwertige Anleitung und Versorgung mit Peristeen bieten können. Erfahren Sie mehr über das Coloplast Händlersiegel Peristeen
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Coloplast Händlersiegel Peristeen 2016

Das Coloplast Händlersiegel Peristeen wird an Händler verliehen, deren Mitarbeiter mit Peristeen besonders vertraut sind und die eine kompetente und sichere Patientenanleitung und –versorgung sicherstellen können.

 

Vergabekriterien

Die Vergabekriterien beinhalten neben der kontinuierlichen Qualifikation der Mitarbeiter durch Schulungen auch die Erfahrung mit Peristeen Anale Irrigation in der Praxis durch Anleitung von Neupatienten sowie regelmäßige Betreuung von Peristeen Patienten.

Die Überprüfung und Vergabe des „Coloplast Händlersiegel Peristeen“ erfolgt durch Coloplast jährlich auf der Basis von objektiven Kriterien und entsprechend vorliegender Daten. Die Kriterien werden jeweils zum Jahresende (31.12.) durch Coloplast geprüft. Liegen Coloplast die erforderlichen Daten des Händlers zu diesem Zeitpunkt vor und erfüllt ein Händler die Vorgaben, erhält er das Coloplast Händlersiegel Peristeen ab dem 01.01. für das folgende Jahr. Erfüllt der Händler alle erforderlichen Kriterien erst später im Jahr (nach dem 31.12.), wird ihm das Händlersiegel ab dem Zeitpunkt der Kriterienerfüllung verliehen. Falls die Kriterien im darauffolgenden Jahr nicht oder nicht mehr erfüllt sind, wird dem Händler das Händlersiegel nicht mehr erteilt.

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Bessere Darmfunktion

Informationen zur Verbesserung der Darmroutine Das können Sie tun! Schon kleine Änderungen der Lebensweise können helfen, die Symptome der Darmfunktionsstörung zu lindern. Was können Sie tun?

Diese Änderungen können Ihnen helfen, eine bessere Darmroutine zu finden:

  • Eine gezielte Beckenbodenschulung unter Anleitung eines Physiotherapeuten kann zu einer wesentlichen Besserung oder Heilung der Stuhlinkontinenz führen.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen mit ballaststoffreichen Speisen. Viel trinken, mindestens 1,5-2 l täglich an koffein- und alkoholfreien Getränken. Beides verhindert Verstopfungen
  • Einnahme bestimmter Medikamente einschränken. Medikamente, wie z. B. Abführmedikamente, Antidepressiva und Parkinson-Medikamente können Durchfall und Verstopfungen verursachen. 
  • Sportliche Aktivität in Maßen – es hilft, die Nahrung durch den Darm zu transportieren und verringert somit das Risiko einer Verstopfung.
  • Übergewicht vermeiden, da es die Beckenbodenschwäche verstärkt 

Am besten wirkt sich auf die Darmentleerung eine zuverlässige Routine zum Darmmanagement aus. Der Darm wird regelmäßig entleert, was chronische Verstopfungen wie Stuhlinkontinenz vorbeugt. Und zuletzt können Sie wieder aktiv und unbeschwert am Leben teilnehmen. 

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Erfahren Sie mehr über Darmmanagement bei Kindern Darmmanagement bei Kindern In Absprache mit dem behandelnden Arzt können Kinder schon ab dem Schulalter die Technik der analen Irrigation erlernen und selbstständig durchführen. Lesen Sie weiter...

Eine frühzeitige fachgerechte Unterstützung durch optimale Hilfsmittel und Therapien rüsten Kinder für ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben. Zielsetzungen sind dabei:

  • Selbstständige Nutzung durch das Kind
  • Vermeidung von Hautschäden
  • Vermeidung von Harnweginfektionen
  • Teilnahme an familiärem und gesellschaftlichem Leben

Bei Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen muss für den Lernprozess mehr Zeit eingeplant werden. Planen Sie das Darmmanagement außerhalb der Schulzeiten. Sehr geeignet ist dabei der Abend.

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Leben mit Darminkontinenz

Wir geben Ihnen hilfreiche Informationen bei Darmfunktionsstörungen Der Gedanke an Inkontinenz ist eine erhebliche Belastung für Betroffene und noch immer ein Tabuthema. Die Angst ist groß, sich nicht mehr wie gewohnt bewegen zu können, unsauber zu sein oder zu riechen.

Wir geben Ihnen hilfreiche Informationen bei Darmfunktionsstörungen.
Mehr zur Darminkontinenz im Alltag

Arbeit und Beruf

Generell sollte Sie die Stuhlinkontinenz nicht davon abhalten, weiterhin zu arbeiten. Legen Sie Ihre Stuhlentleerungszeiten so, dass Sie ohne Probleme Ihre Arbeitszeiten einhalten können. Nehmen Sie jeden Tag ausreichend Versorgungsmaterialien mit zur Arbeit.


Darmmanagement bei Kindern

Erfahren Sie mehr über Darmmanagement bei Kindern

Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt können Kinder ab dem schulfähigen Alter lernen, die anale Irrigation selbst durchzuführen. Bei Kindern mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen muss nach den individuellen Fähigkeiten entschieden werden. Planen Sie das Darmmanagement außerhalb der Schulzeiten. In diesem Alter bietet sich der Abend an. 


Ernährung

Auch für Menschen mit Harn- oder Stuhlinkontinenz, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Kohlenhydraten, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen sehr wichtig. Insbesondere bei älteren Menschen sind ballaststoffreiche Speisen wichtig für einen regelmäßigen Stuhlgang. 


Freizeit

Inkontinenz ist kein Grund, Ihren Hobbies und dem, was Ihnen Spaß macht, nicht nachzugehen. Moderne Hilfsmittel geben Sicherheit für mehrere Stunden. Achten Sie darauf, ausreichend Versorgungsmaterial mitzunehmen.

Hier ist unser Tipp zum Thema Freizeit

Barrierefreie Toiletten an Raststätten sind normalerweise abgeschlossen. Für diese Toiletten gibt es spezielle Schlüssel (WC-Schlüssel, EU-Schlüssel), die an Autobahntoiletten und an Behindertentoiletten in vielen Städten passen. Ein Schwerbehindertenausweis ist dafür nicht erforderlich. 

 

Freunde und Familie 

Erfahren Sie mehr über den Umgang mit Freunden und Familie bei DarminkontinernzSprechen Sie das Thema Inkontinenz offen an! Wenn Familie und Freunde es wissen, können Sie z. B. verstehen, warum Sie länger auf der Toilette sind. 


Kleidung 

Wählen Sie Kleidung, die bequem sitzt und nicht zu eng am Körper anliegt. Bei Vorlagen können Sie bei Bedarf Fixierhosen verwenden. 


Körperpflege 

Vermeiden Sie Geruchsbildungen, indem Sie Markenvorlagen und Markenprodukte verwenden, die mit einem Geruchsbinder ausgerüstet sind. Diese können Gerüchen entgegenwirken. Zusätzlich hilft ein frühzeitiger Versorgungswechsel. 


Wie können Sie Hautreizungen vermeiden? 

Waschen Sie sich statt mit herkömmlichen Seifen mit einer ph-neutralen Seife oder nur mit lauwarmem Wasser. Verwenden Sie keine Intimtücher und benutzen Sie nur speziell entwickelte Pflegecremes. 


Partnerschaft und Sexualität

Gerade in der Partnerschaft sollten Sie das Thema Inkontinenz nicht verschweigen. Reden Sie mit Ihrem Partner ehrlich über die Thematik und verhindern Sie so vor allem die Entstehung von Missverständnissen. 

Machen Sie sich frei vor der Angst vor Inkontinenz durch z. B. Druck auf den Bauch. Achten und vertrauen Sie auf Ihr gutes Darmmanagement. Führen Sie es zeitlich und örtlich so durch, dass Ihr Liebesleben nicht beeinflusst wird. 


Reisen

Es gibt keinen Grund bei Blasen- und Darmfunktionsstörungen auf Urlaub zu verzichten. Wichtig ist, dass Sie stets genügend Versorgungsmaterial mitnehmen. Kalkulieren Sie mehr Material ein, da sich Ihre Rückkehr verzögern könnte. Verteilen Sie die Versorgung auf mehrere Gepäckstücke, falls ein Koffer verlorengeht. Am besten deponieren Sie einen Großteil der mitgeführten Versorgung in Ihrem Handgepäck. 

Zusätzlich können Sie sich bei Ihrer Herstellerfirma erkundigen, ob es in Ihrem Urlaubsland die nötigen Produkte gibt, sodass eine garantierte Versorgung gewährleistet ist.

Bei Flugreisen bietet es sich an, das Darmmanagement bis zum Abreisetag in gewohnter Form weiter zu führen. Denken Sie bei Langstreckenflügen an die Zeitverschiebung, die eine Veränderung im Darmmanagement-Rhythmus bedeuten kann. Diese Umstellung kann für einige Tage den Erfolg der Irrigation mindern, da sich der Körper erst umstellen muss.


Sport

Erfahren Sie mehr über Sportmöglichkeiten bei Darminkontinenz

Auch Menschen mit Handicap und chronisch kranke Menschen profitieren von gezielter körperlicher Bewegung. Sport trainiert Herz und Kreislauf, hält jung und hebt die Laune. Moderne Hilfsmittel sind so sicher und diskret, dass Sie keine Angst haben müssen, Stuhl zu verlieren. 

Diese Sportarten üben keinen Druck auf Bauch und Beckenboden aus:

  • Spazierengehen
  • Schwimmen
  • Tanzen 
  • Radfahren 

Bei Darmschwäche bieten spezielle Badehosen und auch andere Produkte, wie z. B. Anal-Tampons Unterstützung. 

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